LesWauz

Was verdient eigentlich so ein Blogger?

By 22. April 2016 Hundeblogs, LES WAUZ persönlich, Produkte testen, Welt der Hunde

Eine der häufigsten Fragen, die ich von Freunden, anderen Hundebesitzern und natürlich auch Lesern gestellt bekomme, ist die, wie viel ich mit Les Wauz verdiene.
In der allgemeinen Wahrnehmung scheint es für mich so, dass alle denken, dass Blogger mal eben nebenbei schnell einen Artikel pro Woche schreiben, sich von den Marken dafür natürlich ordentlich bezahlen lassen und ansonsten wild durch die Welt reisen. Zudem bekommen Blogger tonnenweise Pakete und sowieso alles geschenkt. Ja und dann machen sie natürlich noch Tausende von Euros auf ihrem Blog mit Werbung  Bannern, Google-Ads und Affiliate. T-r-a-u-m-j-o-b! Kids heutzutage wollen schon Youtuber und Blogger werden. Klingt alles so einfach! Mhh, woran wir was verdienen könnten, erzähle ich euch hier ganz genau.

Tja und wie sieht die Wahrheit dann bei mir aus?

Ich führe Les Wauz seit gut drei Jahren. 
Die Motivation zu meinem Blog war die, dass ich den Blog schreiben wollte, den ich selbst gesucht habe. Und ich deshalb mein neu angelesenes und -gelerntes Wissen mit anderen Hundebesitzern teilen wollte: Hundebesitzer, die wie ich ihren ersten Hund bekommen und mit allem ganz schön überfordert sind. Denn es prasseln extrem viele Infos und Meinungen auf einen ein, wenn man frischer Hundebesitzer ist.. und – ehrlich gesagt – auch wenn man schon länger einen Hund hat. Jeder hat ne Meinung und was ist denn nun wirklich der Hintergrund? Die Wahrheit? Was ist des Pudels Kern: das wollte ich von Anfang an und bis heute für euch in diesem Blog festhalten, damit ihr euch selbst eine Meinung bilden könnt.

Zusätzlich ist Pixie ein ängstlicher Hund (gerne auch Problemhund genannt, so isses einfach) der im ersten Jahr einige Wehwechen wie erst eine Darmentzündung, dann eine Blasenentzündung und ständige Probleme mit der Verdauung hatte. Nirgendwo fand ich die Informationen, die ich so dringend gebraucht hatte, deshalb fing ich also selber an zu schreiben.

Dass Les Wauz als Blog so „groß“ ist (was ist schon groß?! wir haben ganz ordentlichen Traffic und sind bei Google ziemlich weit vorne wenn man „Hund und Blog“ eingibt, somit sind wir wohl sowas wie groß), liegt wohl vor allem daran, dass ich mich auf doch recht komplexe Themen und umfangreich recherchierte Artikel spezialisiert habe. Mir ist es wichtig, dass meine Leser bei jedem Posting „etwas mitnehmen“ können. Und dass meine Artikel echt sind. 100% Rebecca und Pixie.

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Von all dem war aber nichts geplant als ich damals meinen ersten Artikel über Ernährung geschrieben habe. Ich fiel aus allen Wolken, als ich erfuhr dass Royal Canin für Jack Russells nicht das beste Futter für Pixie war. (Oh mann! 🙄 aber ich hatte eben echt keine Ahnung und man wird ja auch nicht „von jemanden beiseite genommen“ und erfährt dann die Wahrheit) und als ich mich immer tiefer in das Thema reingrub und erfuhr was genau die Industrie uns so erfolgreich verkauft und wie sehr wir von den großen Hundemarken verarscht werden, hatte ich direkt meinen Motor gefunden: ich wollte (und will bis heute) diejenige sein, die an andere Hundebesitzer die Wahrheit und wichtiges Wissen so weit verbreitet, wie es mir möglich ist.

Denn es geht mir nach wie vor primär nicht um „welches Spielzeug ist supi“ oder „Was für eine Bürste ist für welches Fell die richtige“ (auch wenn das spannende Themen sind) sondern um die Gesundheit, allgemein das Wohl der Hunde und eben auch die Ernährung –  somit tatsächlich um die Grundlage des Lebens unserer Hunde. „Du bist, was du isst“ gilt für die Wauzer eben genauso.

Doch machen wir uns klar: Wir sollten definitiv nicht beim Futter durchdrehen und uns täglich verrückt machen. Mal McDonalds bringt uns nicht um und unsere Hunde erst recht nicht.
Aber wenn Marken damit richtig fett Geld verdienen dass sie uns Müll andrehen, dann macht mich das so richtig sauer. Die Tatsache dass wir glauben, wenn wir viel Geld für einen Sack Trockenfutter bezahlen, „wird schon was Gutes drin sein“ und exakt das Gegenteil ist der Fall, muss einfach verbreitet werden! (Mehr dazu hier)

Und wenn mir Leser schreiben, dass sie durch meine Infos die Ernährung umgestellt haben und ihre Hunde wie ausgewechselt sind, keinen Juckreiz mehr haben, lebhafter sind, das Fell glänzt, sie gerne fressen und nicht mehr aus dem Maul riechen, der Durchfall weg ist und und und, dann macht mich das glücklich. Total glücklich! Klingt komisch, aber das ist für mich die Essenz und der Grund, wieso ich diesen Blog schreibe. Mehr dazu findet ihr übrigens auch in meinem Manifest.

Aber ich schweife vom Thema ab. 😉

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Wie sehr deckt sich die öffentliche Wahrnehmung von Bloggern und die Realität des Blogger-Alltags?

Natürlich gibt es Wundergeschichten und Kollegen in der Branche, die gutes Geld verdienen und von ihrem Blog wunderbar leben können. Aus Artikeln wie den beiden folgenden, ziehen natürlich die meisten Nicht-Blogger ihre Vermutungen, was bei uns Bloggern „so los ist“.
Statistiken was Beauty-Blogger so verdienen
Die krasseste Beauty-Bloggerin Chiara Ferragni und ihr Imperium

Ich kenne auch einige Blogger aus anderen Branchen wie beispielsweise die Beauty-Blogger und kann somit Vergleiche zu uns Hundebloggern ziehen. Zudem sind wir Hundeblogger in Deutschland eine sehr gemütliche Truppe und kennen uns größtenteils untereinander. Wir  kommunizieren rege untereinander und im Gegensatz zur Fashion-Blogger-Branche werden bei uns Krallen nur ausgefahren, wenn wir darüber diskutieren, wie man diese am Besten beim Hund kürzt. 😉

Zudem unterrichte ich seit drei Jahren Schüler an der JVM-Academy hier in Hamburg darin, wie sie sich selbst einen Blog aufbauen, und bringe ihnen Sachen wie SEO, Konzept, Verbreitung des Blogs und ja klar, eben auch die Monetarisierung bei.

Somit habe ich zusätzlich zu meiner Les Wauz-Erfahrung noch ein bisschen mehr Hintergrundwissen zu diesem Thema, welches ich hier gerne mit euch teile. Das kommt mir sicherlich auch beim Aufbau von Les Wauz zugute da ich in gewisser Weise weiß, was ich tue. Aber ich sage auch meinen Schülern immer wieder: man kann sich keine Meinung über Blogs bilden, wenn man nicht schon selber einen aufgebaut und einige Weile geführt hat.

Ach und wenn ich schon dabei bin: wenn ihr mal ein paar echt coole Blogs meiner Schüler sehen wollt, findet ihr die hier: Konninit, SchönWild, Seaward’s Folly und Sneaky Blacks YouTube Channel. Sind alle vier total unterschiedlich aber so toll und voller Liebe gemacht. Und ich bin natürlich stolz wie Bolle auf meine Schüler. 😆 aber ich schweife wieder ab… kommen wir mal zur Sache, Schätzchen!

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Das große Thema ist Integrität

Jeder kann das: Einen Blog – egal zu welchem Thema – professionell aufbauen mit einem guten Design, kraftvollen Themen und redaktionell sauberer Schreibe oder sogar schon Journalismus. Seine digitalen Hausaufgaben zu machen, sprich professionell mit SEO zu boosten damit er auf Google gefunden wird, zu den wichtigen Keywords Artikel zu schreiben und seinen Blog zu verteilen, anderen davon zu erzählen, Werbung dafür zu machen etc. Qualität setzt sich durch. Das erzähle ich meinen Schülern auch immer wieder und daran glaube ich. Dann kommt der Traffic und wenn man den Nerv der Zeit trifft, auch gerne mal nicht zu knapp!
Ja und mit dem Traffic kommen auch die Marken und die wollen Geld bezahlen für das, was man da macht, weil sie dabei sein wollen! Ist ja total toll für die: ihre Zielgruppe hängt auf dem Blog rum. Der Blogger soll denen erzählen dass mein Produkt toll ist, dann kaufen sie das alle und ich muss keine wirkliche Werbung dafür schalten sondern „nur“ den Blogger bezahlen. Ein Marketing-Traum!

Und jetzt kommt die große Frage: ziehe ich mein Ding so durch, wie ich es will?
Lehne ich die großen Marken und den ganzen Zampano ab? Oder nehme ich das Geld und verwässere möglicherweise alles, verliere mein Konzept aber verdiene daran Geld? Kann vielleicht sogar davon leben, kann andere Schreiberlinge mit reinnehmen und es wird alles größer und toller und und und.. aber dann bin ich das nicht mehr. Doof. 🙄

Integrität ist das Zauberwort welches jeder Blogger in einer ruhigen Minute mal leise vor sich hin murmeln sollte. Und meine Entscheidung ist eben, dass ich bei mir bleibe. Mein Ding mache. Und vor allem genau den Marken nicht meinen Blog öffne, gegen die ich ja arbeite. Die ich bloß stellen will und deren Profitgier ich aufdecken möchte.
Gemeiner Konflikt, aber wenn ich meinen Blog „ausverkaufe“ dann kann ich mich auch einfach nur als Redakteurin anstellen lassen, denn dann macht der Blog für mich keinen Sinn mehr. Wie genau das funktioniert und woran ich ein paar Euro verdiene, erzähle ich euch jetzt.

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Also mit was kann ein Blogger (egal ob Beauty, Hunde, Reise oder dingsbums) Kohle verdienen?

1. Kooperationen

Was ist das? Kooperationen sind die Grundlage und häufigste Form der Marken-Zusammenarbeit sowie der Einstieg für jeden Blogger. Was passiert da genau? Eine Marke fragt an ob ich ihr Produkt testen und darüber einen Artikel schreiben möchte, ein Foto auf Instagram/Facebook/Twitter poste und meine Meinung dazu veröffentliche. Einige meiner Produkt-Tests findet ihr hier, aber nicht alle sind Kooperationen da ich meist die Produkte doch selber kaufe. Warum erzähle ich weiter unten.
Der Lohn von den üblichen Kooperationen ist, dass man das Produkt umsonst zugeschickt bekommt und es behalten kann.

Die liebe Nicole von Moe & me hat hier auch über Kooperationen geschrieben

Kooperationen sind natürlich am Anfang unfassbar aufregend. Ich weiß noch genau als ich meine ersten Anfragen bekommen habe und es gar nicht fassen konnte, dass mir Produkte geschenkt werden! Uiii! Und ich sage euch, dass es für auch nach drei Jahren immer noch total toll ist angefragt zu werden und ich freue mich immer noch jedes Mal wie eine Schneekönigin wenn wir was Neues testen dürfen!

Was kommt da so zusammen? Inzwischen bekomme ich wöchentlich so 10 Anfragen von denen ich ehrlich gesagt so gut wie keine mehr annehme. Also ernsthaft: die Kooperationsquote ist bei mir gen Null.
Da werdet ihr jetzt denken: „Häääh? Die will nichts geschenkt bekommen?“ Ja ihr Lieben, wäre ja schön wenn es genau so wäre: Sachen geschenkt bekommen und toll und fertig. Aber inzwischen bin ich eben erfahren genug, dass ich mir meine Kooperationen genau aussuche.

Denn was würdet ihr denken, wenn ich bei so gut wie jedem Posting nur noch Produkte in die Kamera halte? Wenn das Thema immer wieder: „Produkt XY ist ja sooo toll und Pixie findet es super und ich finde es super und kauft es bitte“ wäre. Wenn sich jeder zweite (oder mehr) Artikel nur noch darum dreht, dass ich euch einzelne Produkte vorstelle? Und ich eine Marke nach der anderen durchnudle?

Ganz ehrlich: ist für euch megalangweilig! Und der Blog verliert in meinen Augen total an Qualität. Und ich komplett meine Glaubwürdigkeit. Das bin ich nicht.
Doch diese Veränderung beobachte ich immer wieder bei anderen Blogs denen ich folge und finde es total schade, wenn man so einen richtigen Ausverkauf mitbekommt. Und der Blog immer weniger authentisch wird und die Marken die Oberhand übernehmen. Das funktioniert einfach nicht! Dabei verliert man sich selber und das eigentliche Konzept. So sind Marken nunmal.. sie machen „das Echte“ kaputt.

Zudem sind die einzigen Produktpräsentationen die ich spannend finde: Vergleiche! Wenn man 10 Leckerlies, Leinen, Spielzeuge oder sonstwas testet und dann schaut welches warum der Gewinner und wirklich zu empfehlen ist und wo man dann dabei Kohle sparen kann! Denn dann müsst ihr nicht den ganzen Kladderadatsch selber testen.
Das sind dann auch Themen, die ich tatsächlich aus meinen eigenen Bedürfnissen heraus aussuche, wenn ich aktuell auf der Suche nach einer guten Leine, Staubsauger, Körbchen oder weiß der Henker was bin.

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Wie läuft das bei mir?
Deshalb ist mein Produkt-Test-Konzept inzwischen immer, dass ich mir ein Thema überlege oder einfach aktuell mitnehme, was bei uns so gebraucht wird und dann schreibe ich die Marken, deren Produkte ich interessant finde, proaktiv selber an.

Manche antworten und stellen mir ihr Produkt dann zur Verfügung, andere eben nicht. Viele Marken haben auch kein Interesse an Bloggern, das ist ja auch total ok.

Dennoch mache ich mir dann die Mühe mir alle Produkte zu besorgen die mich interessieren und in Frage kommen, um mir einen echten Überblick zu verschaffen. Denn nur die „geschenkten Produkte“ zu testen würde das Bild ja komplett verzerren, gelle?
Geht natürlich fett in die Kohle und ich bin dann gerne auch einer der gemeinen Käufer die dann wieder die Hälfte zurück schickt (geht natürlich nur bei Geschichten wie Leinen, Geschirre oder wenn ich von vornherein sehe dass die Nähte eines Spielzeugs nix aushalten bevor ich es Pixie „zum Frass vorwerfe“ 😉 ) aber ganz ehrlich: sonst kann ich mir das ja auch nicht leisten!
Und im echten Leben würde ich es ja genauso machen! Wenn ich fünf Geschirre bestelle und eins am besten passt, geht der Rest eben zurück und ich bestelle mir direkt noch zwei von derselben Sorte, weil ich es so gut finde. Leider gibt es ja keine Hundeläden bei denen man live Geschirre von verschiedenen Herstellern und unterschiedlichste Modelle testen kann. Geht eben nur Online-Kauf. 😛

Sind Produkte dabei, die ich zur Verfügung gestellt bekommen habe und nicht brauche, dann verschenke ich sie im Freundeskreis oder spende sie an ein Tierheim in meiner Nachbarschaft. So hat jeder was davon und ich habe beispielsweise nach meinem Leckerlie-Testartikel echt Tüten voll Leckerlies an Hunde-Freunde und meine Trail-Kollegen verschenkt, da Pixie das ja alles gar nicht futtern kann. Und mein Tierheim hat kistenweise Dosen von Herrmanns bekommen.. genau so kann ich meinen Blog dann auch positiv nutzen. 🙂

Fazit: Klar ist es toll ein Produkt geschenkt zu bekommen und es nicht extra kaufen zu müssen um es zu testen. Aber Geschirre oder Hundekörbchen zahlen mir eben leider nicht die Miete (verstehe auch nicht wieso mein Vermieter das nicht annehmen will?! 😆 ). Was soll ich außerdem mit 10 Geschirren und fünf Körbchen? Die brauche ich gar nicht. Also „danke nein“.

Klar, wenn ich als Stammkunde in den Hundeshops in Hamburg einkaufen gehe, bekomme ich da inzwischen einen kleinen Discount weil ich eben ständig einkaufe (das wäre ja auch so, wenn ich kein Blogger wäre) und da auch gerne mal hundert Euro lasse. Dafür fahre ich schon absichtlich nur alle paar Monate hin. 😆
Und ich bin auch die Königin der Fehlkäufe, da Pixie manche Dinge einfach nicht frisst oder Spielzeuge unter 5 Minuten in 1000 Stücke zerreißt. Das hält sich bei mir null die Waage mit den Produkten, die ich geschenkt bekomme. Komplette rote Zahlen-Bilanz! 🙄
Außerdem ist es für euch – und mich genauso – ja auch langweilig wenn ich nur zwei Produkte vergleiche. Da müssen es schon drei oder besser fünf sein und davon bekomme ich dann meist nur eins oder zwei „geschenkt“. Den Rest kaufe ich selber. Ich zahle da definitiv drauf und auch nicht zu knapp.

Ein weiterer Punkt: die Marken, die mich so richtig interessieren, sind häufig ausgefallen, eben nicht im Fressnapf/Futterhaus zu kaufen sondern nur im gutsortierten Hundeladen oder speziellen Online-Shop erhältlich. Da recherchiere ich auch mal nen ganzen Abend hinter was Spannendem hinterher. Beispielsweise die kleinen US-Marken mit tollen Öko-Konzepten, die sich auf Kooperationen mit mir natürlich ein Ei backen. Daher latze ich da für meine Neugier selber und entdecke dafür echt coole Sachen für euch, die ihr auf einem anderen Blog nicht finden werdet. 😉

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2. Advertorials
Was ist das? Eine Wortkreuzung aus Advertisement und Editorial. Ein Editorial ist ein Artikel, welcher die Meinung des Schreibers/Journalisten repräsentiert. Ein Advertorial ist somit ein bezahlter Artikel oder Shootings eines Bloggers, welcher Werbung ist, aber eben keine pure Werbung ist da er auf einem Blog veröffentlicht wird (So haben die Marken ihre Werbung natürlich am liebsten ;))
Die meisten Blogger erhalten für einen gesponserten Beitrag im Durchschnitt rund 300+ Euro (kann aber auch mal 1000 Euro und mehr werden, je nach Bekanntheit), für einen Post auf einem Social Media Kanal gibt es die Hälfte. Für mich sind Advertorials die große Schwester der Kooperationen und Advertorials nehme ich so gut wie nie an.
Denn: ich kooperiere aus Prinzip ja fast ausschließlich mit wirklich kleinen und feinen Marken und die haben einfach keine Kohle für sowas. Da kommt es dann meist zu einer Kooperation. Die Firmen die einem ein Advertorial anbieten welches sich finanziell lohnt, sind groß und leider meist genau die, von denen ich nullkommanix halte. Genau die, gegen die ich arbeite und deretwegen ich Les Wauz gestartet habe. Dumm gelaufen. 😉 Bin ja auch selber Schuld!

Es ist einfach so, dass die Hunde-Branche in Deutschland zwar unfassbar Kohle umschlägt, da die meisten Hundebesitzer in ihren Hund gerne Geld investieren. Das Beste für ihn wollen. Und gerade wir Mädels es lieben unseren Hund zu verwöhnen und ja, ihn bis zu einem gewissen Grad vermenschlichen und mit sinnlosen Firlefanz zu überschütten weil es uns glücklich macht für ihn Krams zu kaufen, den der Hund null braucht aber den wir toll finden. Belohnungs-Shopping deluxe. Stehe ich auch voll dazu. Muss mich aber auch immer wieder bremsen.
Prinzip: Wenn ich mir schon keine Schuhe leiste, die mein Herz höher schlagen lassen, dann bekommt der Hund eben ein cooles neues Spielzeug. So funktioniert das bei vielen. Aber auch hier geht der Großteil der Knete, die da fließt eben an die Big Player und großen Marken wie Trixie, Chuckit, Kong, Hunter, Royal Canin, Hill’s,
Hier findet ihr einen interessanten Artikel über die Konzerne, die den Markt da regieren. Und hier über die Monopoltricks von Mars/Effem, der 80% des Hundefuttermarkts regiert
Selbst der Aktienmarkt schleckt sich die Pfötchen nach dem Heimtierbedarf-Markt

Eine sehr interessante Studie zum Thema „Wirtschaftsfaktor Heimtierhaltung“ von Prof. Dr. Renate Ohr könnt ihr hier herunterladen (klickt auf den ersten Link unter „Besuchen Sie auch“ und dann lädt ihr das PDF direkt herunter) 

9,1 Milliarden Euro war der Umsatz der Heimtierhaltungs-Branche 2014. Der Markt ist so groß wie der deutsche Buchhandel! Stellt euch das mal vor.. Buuuchhandel! Einen Wirtschaftswoche-Artikel zu der Studie findet ihr auch hier.

Somit kann man definitiv nicht davon sprechen, dass die Branche nicht reich und profitabel ist, aber ich werde mit Advertorials beziehungsweise bezahlten Artikeln für Marken nicht wirklich Geld verdienen da es für mich eben ein Widerspruch in sich ist. Die Marken, die Profit vor Hundegesundheit stellen haben die Marktführerschaft und auf meinem Blog nichts verloren.

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Fazit: Ich bin da ganz ehrlich: wäre es so, dass eine große Marke, die für mich ok ist wie zum Beispiel Hurtta oder Kong mir ein Advertorial anbieten würden, bei dem ich ehrlich meine Meinung sagen kann, wirklich über ein Thema schreibe, dass auch für euch spannend ist und mir Spaß bringt: wieso nicht? Es geht ja nicht darum dass ich mich gegen Geld wehre :mrgreen: ich bin ja nicht verrückt – aber ich will eben nicht von denen gesponsert werden, deren Produkte ich bis ins Mark verabscheue. Echt doof wenn man so seine Prinzipien hat und ein noch funktionierendes Gewissen. 😆

Wie läuft das aktuell bei mir? Aktuell maile ich mit der Firma Heel hin und her – über die Kooperation hatte ich ja auch schon geschrieben und ich sage ganz ehrlich, dass ich die Marke, das Konzept und ihre Produkte mag.
Da Pixie aktuell Rückenprobleme hat und für mich somit Themen wie „Physio-Therapie, Osteopathie, Schmerzmittel ja oder nein und orthopädische Gesundheit“ wichtig geworden sind, macht es für mich auch total Sinn, dass ich mit Heel mal zusammenarbeite.
Zudem darf ich schreiben was ich will und das ist für mich wie im Fight Club: Regel Nummer 1: ich schreibe was ich will. Regel Nummer 2: ich schreibe was ich will.. usw. 😉 Wenn mir Worte auf die Tastatur gelegt werden, die nicht von mir kommen, funktioniert das für mich nicht. Also mal schauen was aus dieser Kooperation wird. Ihr werdet es sicher hier als Erste erfahren. 😉

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3. Affiliate Links
Was ist das? Der Blogger präsentiert euch Produkte in einem Artikel und verlinkt vom Blog aus auf diese Produkte direkt zum Shop. Um dies zu tun hat sich der Blogger vorher als Affiliate-Partner bei dem Shop registriert.
Durch den Affiliate-Link weiß der Shop von wo der User kommt, der gerade den Artikel gelesen und auf den Link geklickt hat. Sollte der User innerhalb dieser Session (vom Blog kommend) nun etwas im Shop bestellen, dann verdient der Blogger daran einen Bruchteil.

Dieses Modell lohnt sich natürlich unfassbar bei den Fashion-Bloggern, da diese fast täglich ihre Outfits posten und den Usern aus einem Shop wie Zalando diese Outfits „nachbauen“ damit der User diese auch kopieren und tragen kann. Manchmal sind es exakt dieselben Produkte aber meistens die, die so ähnlich aussehen aber erschwinglicher sind, da die Blogger ja gerne die ganz fetten Marken tragen. Und jedes einzelne Produkt hat einen Affiliate-Link und bei jedem Kauf der User macht es beim Blogger „baddabing“ und die Kasse klingelt.

Ich habe vor einigen Wochen bei einem Workshop die beiden Fashion Blogger Xenia von der Woodsen (findet ihr bei instagram hier: Xeniaoverdose) und Caro Daur (findet ihr hier: CaroDaur) kennengelernt und habe sie natürlich in den Pausen mit Frage gelöchert, da ich es superspannend fand von ihren Erfahrungen zu hören.

Auch wenn die beiden Mädels ungelogen 10 Jahre jünger waren als ich, kam ich mir vor wie ein Bloggerbaby. 😆 Die beiden erreichen jeweils auf Instagram 300-500.000 User, die ihnen folgen. Oder wie Xenia immer sagte: „300 Kaaaaayy“ denn Tausend sind in Bloggerkreisen nur „K“s. 🙂 Und fliegen zwischen Paris, Ibiza, New York, L.A. und Berlin hin und her. Sie verdienen wirklich alleine mit Affiliate Tausende von Euro da ihre User viel jünger sind als durchschnittlich ihr meine Lieben, die ihr meinem Blog folgt.
Und ihre jungen User stecken eben viel mehr Taschengeld hinein, die coolen Klamotten von Xenia und Caro auch zu tragen. Zudem haben sie eine Frequenz von 3-4 Bildern auf Instagram pro Tag und 1-2 Artikel mit Outfits pro Woche die dann wirklich von Tausenden von Usern gelesen und geklickt werden. Ihr würdet ja nach einem Artikel nicht sofort wild losshoppen weil ihr genau das Spielzeug haben wollt, was Pixie (der alte Popstar :lol:) auch hat. Ist ne ganz andere Energie, die die Mädels da nutzen können.

Und im Gespräch mit  den Beiden ist mir klar geworden, wie viel einfacher es natürlich für sie ist, eine Kooperationen einzugehen. Ihre großen Marken sind zwar auch fette Konzerne aber hier stellt sich eben null die moralische Frage, ob man mit denen zusammenarbeiten und sie pushen darf. Wenn Nike sie nach L.A. zu einem Workshop fliegt, Givenchy zu den Fashion-Schauen nach London und  Mercedes sie zum Coachella-Festival bringt, dann ist das natürlich nicht nur geil, „larger than life“ und total erstrebenswert, sondern jeder Blogger würde da „hier“ schreien. Ja klar, ich auch!
Ja und mein Highlight dieses Jahres war eine Reise nach Münster gesponsert von Heel zu einer Pressekonferenz. 😉
Ich fand’s super aber ihr merkt schon die Größenunterschiede, gelle?

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Fazit: Ich bin ein sehr großer Fan von Affiliate und dies ist aktuell meine einzige Geldquelle. Ich nutze das Partnerprogramm von Amazon, da es sonst keine wirklichen Hundeshops gibt, die ich gut finde und die auch ein Affiliate-Partnerprogramm anbieten. Da geht dann auch wieder der innere Konflikt los: kleine Online-Shops pushen oder ein paar Taler bei Onkel Amazon verdienen?! Aber ich kann ja nicht immer die Caritas sein. Und pushe dafür die Online-Shops ansonsten so oft es geht.
Wenn ich euch also in einem Artikel Spielzeug, ein Halsband oder ein Buch empfehle, dann schaue ich ob es dies bei Amazon gibt und setze meinen Affiliate-Link im Artikel. Dies wird auch immer von mir am Ende des Artikel gekennzeichnet, genauso wie ich immer kennzeichne, wenn ich bei einer Kooperation ein Produkt zur Verfügung gestellt bekommen habe.
Das ist nicht nur fair euch gegenüber sondern alles andere ist schlicht und ergreifend Schleichwerbung. Auch da haben es die Fashion-girls etwas leichter, da bei ihnen die Grenzen von den Marken von denen sie bezahlt werden und die sie selber tragen so verschwimmen, dass sie nicht unbedingt alles kennzeichnen. Da reicht dann auch mal nur ein sexy Hashtag. 😉  Wie sehr man bei Schleichwerbung aber aufpassen muss, könnt ihr beispielsweise hier nachlesen.

Und ich bin ehrlich: wenn ich Produkte teste, mir selber kaufe um sie euch zu zeigen und euch empfehle, dann finde ich es fair, dass ich daran verdiene wenn ihr sie mir nachkauft und von meiner Arbeit profitiert. Ist ein fairer Deal, oder?
Ich habe ja einiges an Geld investiert um die Produkte zu testen, die besten zu finden und sie euch zu präsentieren. Da freue ich mich, wenn ihr sie auch kauft und ich davon was habe.
Da dies definitiv nicht in einer Frequenz wie bei den Fashionbloggern passiert, sind das jedoch bei mir keine Tausende sondern so 60-70 € im Monat. Zeige ich euch ganz offen. Das unten ist mein aktueller Screenshot.
Süß, nicht? Dafür dass um die 30.000 User pro Monat auf meinem Blog sind, ist das natürlich nur Kleinvieh, aber hey, das macht eben auch Mist. Hier seht ihr, wie so eine Abrechnung dann aussieht.

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Ja und diese Kohle wird natürlich von Amazon nicht an mich ausbezahlt sondern ich darf für das Geld dann bei ihnen shoppen. Wieder etwas was mir nicht die Miete zahlt, aber ich kann davon wieder neue Sachen kaufen, die ich euch in einem Artikel präsentieren kann. Ist doch auch recht fein!

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4. Banner- Werbung: Die guten alten klassischen Werbebanner! Hier gibt es zwei Varianten: bei A kooperiert eine Marke direkt mit dem Blogger und dieser platziert dann Banner auf seinem Blog die auf die Seite der Marke führen. Und bei B packt man Google Ads auf seinen Blog (oder von einem anderen Banner-Provider) und Google spielt direkt beim User aus, was für einen Banner dieser sieht.

Hier gibt es verschiedene Kohle-Modelle:

  • CPC = Cost-per-Click. Je Klick auf die Bannerwerbung wird bezahlt, wie z.B. bei Google Adsense.
  • TKP = Tausend-Kontakt-Preis. hier wird für die Einblendung des Banners bezahlt und ein festgelegter Preis pro tausend Einblendungen vergütet.
  • Monatliche Buchung = Pro Banner wird ein Preis für die Monatsmiete vereinbart. Der Banner steht für einen gebuchten Zeitraum auf dem Blog und der Kunde bezahlt pro Monat.

Dieses Modell nutzen viele Blogger und leider finde ich, dass manche es echt übertreiben.
Banner sehen wirklich so gut wie immer scheiße aus da sich keiner wirklich Mühe macht einen Banner zu gestalten und er nur „Kauf mich, du Sau!“ schreit – und ich finde es gruselig was so ein bisschen Werbung auf dem Blog mit dem Design und Gesamteindruck macht. 😯
Für mich wäre dies eine sehr schmerzhafte Methode um Geld zu verdienen und ich habe auch einfach nicht die großen Zahlen – sprich die Massen an Usern täglich auf dem Blog – bei denen es sich lohnt, Banner zu schalten.

Wie ist das bei mir: Und wieder kommt das Problem zu tragen, dass die Unternehmen, die bei mir Banner schalten wollen, nichts auf meinem Blog zu suchen haben.
Ich habe immer mal wieder mit GoogleAds rumprobiert (auch besonders für diesen Artikel um darüber schreiben zu können) und hatte vor einigen Wochen eine echt ätzende Erfahrungen mit Google Adsense.
Ich wollte mal schauen wie leicht es ist diese GoogleAds bei mir einzubinden. Habe auf Adsense diese aktiviert aber mich nicht so wirklich ausführlich damit beschäftigt. Als ich die Banner auf dem Blog im Browser auf meinem Rechner nicht sehen konnte, dachte ich mir: ja doof, scheint nicht zu klappen und habe es wieder vergessen. Dann habe ich einige Wochen später aus einem anderen Grund auf den Blog auf meinem iPhone geschaut und einen Herzstecker bekommen: Hilfääää! Wo kommen all diese Banner her?!!!
Jetzt wusste ich wieso ich die Banner nicht auf dem Webbrowser sehen konnte: sie waren alle nur auf der Mobile-Version. 😯 Und da mein Traffic schon zur Hälfte über Mobile kommt (was für mich immer noch ein Rätsel ist da es gelinde gesagt „schwierig“ ist wenn man meine Romane auf einem Smartphone durchliest, aber toll dass ihr hier seid und mich lest 🙂 ) wurde mir klar, was ich der Hälfte meiner Leser seit Wochen angetan habe. Schockschwerenot! Ich habe mich so schlecht gefühlt! (Hier noch mal ein großes Sorry für diese häßlichen Banner! 😳 )
Das Schönste: ich habe die Banner alle gelöscht, alles deaktiviert und dennoch wollten sie trotzdem nicht verschwinden. Erst Wochen später im Urlaub in Mexiko musste ich mich nochmal für drei Stunden mit dem schrecklich schwachen Internet vor Ort und ewigen Ladezeiten damit beschäftigen um den letzten Schnipsel HTML-Code von der Seite zu löschen und die Banner endlich wieder loszuwerden. Hat mir einfach keine Ruhe gelassen. Und so eine Erleichterung als sie endlich weg waren. Uff.
Nie nie nie wieder werde ich diese grottenhäßlichen Banner auf meiner Seite platzieren. Soviel ist mir klar! So und jetzt kommt das Allerbeste. Was glaubt ihr was ich an diesem Banner-Ausflug verdient habe? Na, seht selbst:

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Ihr seht: ich könnt eigentlich direkt damit anfangen vom Blog zu leben und sollte meinen Job kündigen! NICHT! Hahahaha :mrgreen:

Fazit: Ich könnte mir schon vorstellen einen Banner mal für eine Marke zu platzieren, die ich gut finde und würde mich dann aber für ne monatliche Buchung oder TKP bezahlen lassen. Bedingung wäre, dass ich den Banner selber gestalten oder aussuchen kann.
Bis dahin lehne ich jedoch alles ab was meinen Blog häßlich macht und für mich persönlich keine coole Marke ist. Ist es mir nämlich echt alles nicht wert. Ich bekomme viele Angebote von irgendwelchen ominösen Online-PR-Agenturen die bei mir Banner schalten wollen für irgendwelche abenteuerlichen Versicherungen, komische Futtermarken oder sonstwas. Ich habe immer schon keinen Bock die Mail zu lesen wenn ich so nen PR-Agenturen-Absender sehe. Direkt abgelehnt. Könnt ihr woanders verkaufen. Ich habe nicht mit Liebe und viel viel meiner Freizeit meinen Blog aufgebaut, damit ihr diesen für 3,90 € mit euren Grotten-Bannern verschandelt.

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Also die Realität?!

Und nun rechne ich euch mal schnell vor, was ich so in Les Wauz investiere um das Ganze in eine Relation zu bringen.
Wenn ich einen Artikel wie diesen hier schreibe, brauche ich dafür „nur“ so 5-7 Stunden. Ich habe den hier heute am Samstag von 12-17 Uhr recherchiert und geschrieben, suche gerade (Dienstag Abend nach der Arbeit) noch ein paar Bilder aus, lese es noch mal Korrektur (dauert noch mal so 1,5 Stunden) und dann poste ich es „schon“.
Hier seht ihr mal die Menge an Rezessionen, die WordPress aufführt, die ich alleine für diesen Artikel gemacht habe (jede Rezession ist jedes Mal neu abspeichern und drüberlesen) obwohl hier ja gar nicht so viele Links und Infos sind.
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Wenn ich jedoch gesundheitliche oder Ernährungs-Themen angehe, dann wird  es natürlich komplexer und die Zeit verdoppelt und verdreifacht sich. Shootings der Produkte und von Pixie kommen dazu, die Bilder müssen bearbeitet werden und ich recherchiere deutlich länger. Das ist ja der Witz: ich mache mich wirklich schlau bevor ich über etwas schreibe. Muss der Nummer ja auf den Grund gehen, um euch was darüber erzählen zu können. Das kostet Zeit.

Dann kommt noch das Community-Management dazu. Darunter fallen alle User-Kontakte, also Kommentare und Mails auf Facebook und hier auf dem Blog. Sprich eure Mails beantworten (ich bekomme schon recht viele Mails und dabei auch oft Notfall-Mails die mit Gesundheit zu tun haben und die ich dann auch umfangreich (auch da schreibe ich Romane :lol:) und schnell beantworte, da ich natürlich helfen will) und auch auf Kommentare reagieren. Wobei ich bei den Kommentaren und Alltag-Mails mich ein bisschen runterfahren muss, da es einfach zu viel Zeit kostet.
Meine Priorität sind die Notfall-Mails und alles andere mache ich je nach Lust. Ist nicht böse gemeint, geht aber nicht anders und das versteht ihr spätestens jetzt sicher, oder? Ich kann auf jeden Fall kalkulieren, dass ich mit Community-Management und Ablehnen/Bearbeiten von Kooperations-Anfragen locker jeden Tag eine Stunde verbringe. Und das dann eben in meiner Freizeit – geht ja nicht anders.

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Fotos mache ich natürlich während der Spaziergänge oder am Wochenende, da ich dafür Tageslicht brauche.
Technisch habe ich übrigens auf dem Blog auch alles selbst gemacht, selbstgekauftes Design auf WordPress.org somit schaue ich da auch immer mal wieder was ich für neue Plugins brauche und halte mich technisch auf dem Laufenden, pflege meine Server, mache Updates und Backups und das ganze Gelöt. Mir ist nämlich wichtig, dass ich den Blog selber hoste und er nicht einer anderen Online-Firma „gehört“.

All das mache ich in meiner Freizeit abends und am Wochenende da ich – wie ihr nun gesehen habt – Kohle mäßig vom Blog nichts habe. Ich arbeite ja selbstständig und kann es mir einfach nicht leisten auch nur einen halben Arbeitstag in Les Wauz zu investieren, da ich damit nichts verdiene. Auch wenn ich es total cool fände, wenn ich das könnte! Dann könnte ich natürlich mehr Artikel produzieren. Würde mir richtig Zeit dafür nehmen können. Aber so geht eben nur einer pro Woche. Und manchmal auch nur alle zwei Wochen. Denn die Qualität darf nicht leiden.

Neee, hier geht’s jetzt nicht um Selbstmitleid

Dieser Artikel sollte jetzt kein Gejammer sein, dass ich arme Rebecca so viel Arbeit habe und der Messias der Hundeblogger bin.. blabla.
Nee, ich wollte euch einfach mal zeigen, wie wir Hundeblogger so arbeiten und was wir vor allem nicht verdienen. Das gilt genauso für mich wie für die NicoleRicardaJuliaKatjaBeccsSeverineMel, CosiPaulaSabineStefanieMaximilianSilvanaSabineKellieDanielaPatriciaAnkeFranziskaMonikaSophiaNeeleSandraAnna und Anne-Lena.. um nur ein paar meiner lieben und tollen Hundeblogger-Kollegen zu nennen, die ich euch alle mit ihren Blogs ans Herz legen möchte, da jeder für sich individuell einen ganz tollen Teil der digitalen Hundewelt ausmacht. <3
Macht euch mal den Spaß und öffnet mal all die Hundeblogs da oben Link für Link in einem eigenem Tab und schmökert an einem schönen Abend oder am Wochenende los. Toll was es da zu entdecken gibt!

Dennoch höre ich immer mal wieder aus meinem Umfeld (natürlich nicht meine Freude, denn die wissen wieviel Les Wauz mich an Zeit kostet)  „Ach, du bekommst ja immer was geschenkt“, „Blogger wäre ich auch gern, ein paar Artikel schreiben und alles für umsonst bekommen“ oder auch gerne mal in den Kommentaren „Ja, da hättest du ja ein bisschen besser recherchieren können“ „Du schreibst total scheiße“ „Du schreibst auch nur noch über Marken und lässt dich doch total kaufen“ „Alles was du schreibst ist nicht wahr“. Höööh?! In so einem Moment bekomme ich schlechte Laune und der Blog bringt mir keinen Spaß. Sowas trifft mich, da der Blog eben „mein Baby“ ist und ich ja genau das bin: alles was ihr lest, das bin ich. Also wenn ich beleidigt und beschimpft werde, dann ist es ja gefühlt Kritik an mir. Dann muss ich einige Tage Abstand haben bis ich wieder dazu Lust bekomme, einen Artikel zu schreiben. Denn das ist ja der Motor: die Kommunikation mit euch, euch zu helfen, euer Feedback.
Wenn ich also unfaires Feedback bekomme, frage ich mich dann einige Minuten lang, wieso ich das eigentlich mache?! 👿 Ist dann aber auch schnell wieder weg, aber cool ist es echt nicht. Gehört wohl dazu, aber ich könnte ohne Trolle gut leben.

Also möchte ich euch noch mal motivieren, mir gerne zu schreiben. Wenn ihr Fragen oder Sorgen habt und ich euch helfen kann: dafür nehme ich mir gerne Zeit. Wenn euch was gefällt und ich darüber häufiger schreiben soll: Immer her damit. Wenn ihr Themen, coole Ideen  habt, über die ich schreiben soll: ich bin gespannt! Wenn ihr kleine Marken und tolle Produkte mir vorschlagen wollt: ich freue mich!
Nur die inhaltslosen Motz-Kommentatoren.. die können gerne Zuhause ohne Internet bleiben und ihr Gemotze für sich behalten. 😉

Und ich möchte euch dazu motivieren die Arbeit von Bloggern allgemein anzuerkennen.
Wir machen das alle nicht wegen der Kohle, sondern weil wir lieben was wir da tun. Mit allem Herzblut das man digital uploaden kann. Und wenn man damit Geld verdient und sogar davon leben kann, ist das doch der Hammer. Doch keiner sieht die Mühe, die jeder Blogger hat und welche Arbeit dahinter steckt um euch echt geilen Content zu präsentieren.

Somit tut uns einen großen Gefallen und verschenkt digitale Liebe: hinterlasst häufiger mal einen Kommentar bei Blogs, die ihr cool findet. Gebt Feedback was ihr gut findet und was besser sein könnte. Denn nur so werden wir besser und wissen, was ihr gut findet und was nicht. Und ein toller Kommentar oder eine liebe Mail retten mir oft genug den Tag und motivieren mich dazu, auch mal eine Nachtschicht einzulegen und mir noch mehr Mühe zu geben. Das gilt für uns alle! Seid ihr dabei?! 🙂

Tja und das war schon unsere kleine Exkursion in die finanzielle Welt der Hundeblogger oder jedenfalls die von Les Wauz. Ich hoffe ihr konntet ein bisschen was lernen und dass ich euch nicht unbedingt de-illusioniert aber ein bisschen in unsere Welt holten können. Und versteht, wieso ich schreibe was ich schreibe und wie meine Les Wauz-Welt funktioniert.

Ganz liebe Grüße

Rebecca und Pixie

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20 Comments

  • Reply Luisa 13. Juni 2016 at 20:58

    Wow, sehr gut und detailiert beschrieben. Ich wusste das alles gar nicht und fand es eben sehr interessant mal die Seite der Blogger zu lesen. Sieht fast so aus als koennte man tatasechlich nicht davon leben 🙂 Aber allen unsere tollen Fellnasen zu zeigen ist doch eigentlich auch ganz schoen oder? Und die Miete zahlen? Das kriegen wir schon irgendwie geschaukelt, das waere doch gelacht 😉 Toll geschrieben! Vielen Dank fuer die Muehe und die vielen Infos!

  • Reply Isis Mengel 11. Juni 2016 at 18:08

    WUNDERVOLL, BEREICHERND, HILFREICH
    Danke für diesen großartigen Artikel. Ich habe mich kürzlich auch dazu entschieden über meinen Schulhund Sonho zu bloggen, bin also absoluter Neuling und deshalb immer auf der Suche nach wertvollen Tipps und Tricks, aber auch interessanten anderen Blogs. Großen Respekt für deine Arbeit und vielen Dank.

    • Reply Rebecca 12. Juni 2016 at 14:25

      Danke liebe Isis 🙂 Willkommen in der Bloggerwelt! Liebe Grüße Rebecca

  • Reply Wau & Wau 1. Juni 2016 at 20:15

    Liebe Rebecca,

    ich bin völliger Blog-Neuling (andere Generation …. ;-), lese Deinen inzwischen aber regelmäßig. Gefunden habe ich Pixie und Dich auf der Suche nach Infos zur Ernährung, weil einer unserer zwei Hunde so ein Sensibelchen beim Futter ist. Dank Deiner Infos bin ich jetzt bei einem Futter gelandet, was tatsächlich eine Weile in ihm bleibt!!! Außerdem habe ich postwendend mal von Trocken- auf Nassfutter umgestellt. Mein nächstes Projekt ist das Thema ängstlicher Hund, weil die Dinge, die Du da über Pixie schreibst, genau unserem anderen Hund entsprechen. Das Thema Heel werden wir auch gespannt verfolgen, weil ich bei dem älteren der beiden auch schon damit erfolgreich arbeite. Du siehst, Deine Worte fallen auf fruchtbaren Boden! Und Spass zu lesen machen sie auch noch! Danke für Deine Mühe!

    Liebe Grüße

    Wau & Wau

    • Reply Rebecca 4. Juni 2016 at 09:10

      Hallo Astrid, das freut mich und viel Spaß und Erfolg mit deinem Blog! 🙂 Liebe Grüße Rebecca

  • Reply Hundebengel Charly 1. Mai 2016 at 13:10

    Wierder ein ganz wunderbarer Artikel von dir. Danke für deine ehrlichen Worte. Ich kooperiere auch manchmal mit Firmen, wobei ich mir die Produkte meist selber aussuche und die Firmen dann anschreibe.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

  • Reply Silvana – Kalte Schnauze Blog 25. April 2016 at 11:10

    Liebe Rebecca,
    ganz, ganz toller Blogbeitrag! Ich bin ehrlich: Grundsätzlich bin ich kein Freund von allzu langen Blogtexten, weil ich sie meistens übers Smartphone lese. Deine Texte lohnen jedoch immer, sie bis zum Ende zu lesen. Warum? Weil dein Content super ist und dem Leser – in dem Fall mir – einen Mehrwert bietet. Ich finde es großartig, wenn angesehene Dog-Blogger – wie du oder auch Nicole – einen Blick hinter die Kulissen geben, mit Klischees aufräumen, nichts beschönigen und Klartext schreiben. Es ist richtig, Kooperationen kritisch zu betrachten und mit Bedacht auszuwählen. Darum findet man auf meinem Kalte Schnauze Blog auch so wenige, im Grunde nur einen. 😀

    Was mich nach wie vor auf die Palme bringt, sind unverschämte Bedingungen, die vermeintliche Kooperationspartner stellen. Und genau so ein Artikel, wie du ihn hier geschrieben hast, öffnet Firmen hoffentlich die Augen, sodass sie uns Blogger auf Augenhöhe begegnen. Denn es steckt verdammt viel Arbeit und Herzblut in jedem einzelnen Blog.

    Herzlichen Dank auch für die Verlinkung. Darüber habe ich mich sehr, sehr gefreut.

    Viele liebe Grüße
    Silvana

  • Reply Shirley Michaela Seul 23. April 2016 at 08:05

    Danke für diesen sehr ehrlichen und ausführlichen und klaren Artikel. Ich schreibe auch einen Hundeblog, bzw. Luna, als Muse einer Schriftstellerin. Ich habe mir das am Anfang auch einmal überlegt, aber für mich war das Netz trotz all der Maschen und Fallstricke dann doch eher ein Freiraum, wo es mal nicht drum geht verlagskompatibel zu schreiben, sondern die Sau sprich den Hund rauszulassen. Viel Erfolg weiterhin und schöne Gassis wünscht Michaela Seul von http://www.flipper-privat.de

  • Reply Jasmin 22. April 2016 at 23:23

    Toller Beitrag! Und so schön offen und ehrlich. Ich glaube viele unterschätzen wieviel Arbeit so ein Blog und alles drum herum macht. Bei mir hält sich der Aufwand von Blog und Social Media die Waage. Das sind aber gut und gerne 10-15 Stunden die Woche. Wenn nicht sogar mehr. Ich sollte mir das vielleicht auch mal aufschreiben. Wäre bestimmt für mich auch mal interessant :D.

    Ich bin ebenso ein Fan von Affiliate Links und bisher ist das auch meine einzige Einnahmequelle. Bei mir waren es diesen Monat bisher 10€ ebenfalls bei Amazon.
    Witzig, dass du hier sagst, dass man davon wieder nur bei Amazon einkaufen kann.
    Das wusste ich gar nicht! Ich war immer der Meinung mal gelesen zu haben, dass ab 50€ ausbezahlt wird.
    Aber gut, man kann das Geld bei Amazon sonst auch gut reinvestieren. Da sind noch einige Hundebücher auf meiner Wunschliste ;).

    Vielen Dank für diesen Artikel.

    Ganz lieben Gruß
    Jasmin

    • Reply Rebecca 23. April 2016 at 11:41

      Liebe Jasmin, das ist richtig, dass das Geld ab 50 € ausbezahlt bekommt: als Amazon Geschenkgutschein. 🙂 Schlaues Konzept! aber wie gesagt: ist für mich fein, da ich dann reinvestiere. 😀

      Liebe Grüße
      Rebecca

      • Reply Rebecca 24. April 2016 at 10:36

        Liebe Jasmin, ich muss mich verbessern: du kannst es dir ab 25 €/50 € auch ausbezahlen bzw. überweisen lassen. Ich habe bei mir nur den Geschenkgutschein eingestellt. 😉 Liebe Grüße Rebecca

  • Reply Victoria und Timmy 22. April 2016 at 20:24

    Wie immer ein super Artikel von dir! Ich mag deine langen Texte echt gern und vor allem mag ich die Inhalte. Wir bloggen jetzt seit über einem Jahr und als am Anfang die ersten Anfragen kamen, war das so toll für mich. Ich habe (fast) jeden zugesagt und heute denke ich mir: Warum?! Mittlerweile lehne ich alles ab, womit ich mich nicht 100% identifizieren kann. Und das sind gut 90% der Anfragen. Ich habe sogar Texte für (große!) Firmen geschrieben und das für lau (oder einen wirklich lächerlichen Betrag als Gutschein). Man war ich blöd. Gott sei Dank lerne ich mittlerweile aus meinen Fehlern 😀
    Heute handhabe ich das wie du. Will ich wirklich etwas testen oder vergleichen, werde ich aktiv und schreibe Firmen an. Entweder es passt oder es passt nicht. Mittlerweile finde ich es viel schöner in kleinen Hundeläden zu stöbern und Dinge zu entdecken, die mit Liebe von Hand gefertigt werden zB. Solche stelle ich gern vor, auch wenn ich sie mir selbst kaufe und eben mal nicht geschenkt bekomme. Das ist völlig ok für mich und solche Firmen und unterstütze ich wirklich gern.
    Bannerwerbung find ich ganz schrecklich, ehrlich gesagt. (Wobei es mir bei dir nichts angezeigt hat, auch nicht in letzter Zeit auf dem Smartphone). Es gibt nichts schlimmeres für mich, als wenn ich einen Artikel lese und ständig irgendwo ein Banner blinkt welcher idR schlecht gemacht ist 😀
    Das Amazon Partner Programm nutzen wir ebenfalls aber doch eher selten. Einfach weil es nicht so oft passt. Bei unserer Fotografie Reihe (die übrigens auch viele Stunden Arbeit in Anspruch genommen hat) haben wir ab und an mal was verlinkt aber man kann jetzt nicht sagen, dass es so mega lohnenswert ist:-)

    Macht weiter so. Ich lese eure Texte wahnsinnig gern und weiß die Arbeit dahinter nur zu gut zu schätzen!

    Liebe Grüße,
    Vicky und Beagle Timmy

    • Reply Rebecca 23. April 2016 at 11:46

      Danke liebe Vicky für deinen Kommentar! Kann dir echt empfehlen Amazon mehr einzusetzen.. auch bei Büchervorstellungen passt es ja. Am Anfang waren es bei mir auch nur Kleckerbeiträge aber inzwischen „lohnt“ es sich wirklich mehr. Man findet ja auch ne ganze Menge Hundezubehör, Geschirre etc. bei Amazon. Und bei Fotografie lohnt es sich mal so richtig! Liebe Grüße Rebecca

  • Reply Severine 22. April 2016 at 18:49

    Auch von uns, liebe Rebecca, ein großes Dankeschön für diesen wunderbaren, umfassenden, ehrlichen und treffenden – point blanc! – Artikel …

    Großartig!

    Viele herzliche Grüße, Severine

    • Reply Rebecca 23. April 2016 at 11:47

      Ganz großes Danke 🙂 <3

  • Reply Tanja und Joy 22. April 2016 at 17:42

    toller Blog und wieder mal ein ehrlicher. Deshalb liebe ich euer „geschreibsel“. 😉 Mir war aber vorher schon klar, das damit kein Reichtum zu erlangen ist. Dafür ist eure Recherche zu umfangreich und ausführlich. Freue mich schon auf den Blog über Heel. Unsere Joy hat ja auch Rückenprobleme und deshalb sind wir schon sehr neugierig.
    Macht weiter so wie bisher – wir haben bisher viel gelernt und einiges für uns mitgenommen. Aktuell wartet Joy darauf, das ihr Weizengras sprießt. 😉
    Liebe Grüße von Joy und Tanja

    • Reply Rebecca 23. April 2016 at 11:47

      Danke liebe Tanja! Bin ich mal gespannt was Joy von ihrer Wiese halten wird. 😉 Liebe Grüße Rebecca

  • Reply Indianermädchen und Ich 22. April 2016 at 14:58

    Ganz wunderbar beschrieben! Vielen lieben Dank dafür!
    Liebe Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

    • Reply Rebecca 22. April 2016 at 15:03

      Danke liebe Lizzy 🙂

  • Reply Paula und Lotta 22. April 2016 at 13:04

    Oh man, diese Banner 😂 fand ich früher auch total toll und wollte soetwas IMMER haben aber bin ganz froh dass ich mich dagegen entschieden habe und vernünftig geworden bin 😉
    Ich hatte in letzter Zeit immer wieder ein paar Anfragen, musste aber alle absagen, weil ich noch nicht Zuhause bin 😳 da warte ich lieber noch einen Monat und kann dann auch wirklich etwas darüber schreiben und vor allem auch Fotos machen, als dass die Unternehmen dann enttäuscht sind ☺ (so viel rationales denken hätte ich mir vor einem Jahr nie zugetraut 😂)
    Ich finde auch dass ein Blog immer so einfach aussieht und man schnell in Versuchung kommt zu denken, dass man das nur so nebenbei schnell machen kann, aber Pustekuchen 😅 Ich hätte mir das auch viel einfacher vorgestellt, als es ist aber es macht Spaß und das ist das wichtigste! 😊😊
    Liebe Grüße,
    Paula und Lotta 😊

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